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Erythropoietin

EPO (Erythropoietin) ist ein körpereigenes Glykoprotein, welches die Produktion von roten Blutzellen - den Erythrozyten reguliert. Der Hauptproduktionsort sind die Nieren, eine Regulation der Produktion erfolgt durch den Sauerstoffgehalt im Blut. Bei einem Sauerstoffmangel (Hypoxie) wird die Produktion gesteigert. Für die Stimulation des Knochenmarks zur Produktion von roten Blutzellen, welche den Sauerstoff im Körper transportieren, ist EPO absolut unverzichtbar.        

forschung/erythrozyten.jpgErythrozyten, rote Blutzellen

 

 

 

 

Medizinische Anwendung und Doping

Das gentechnisch hergestellte rekombinante EPO (rhEPO) ist ein sicheres und wichtiges Medikament zur Behandlung einer Anämie (niedrige Hämoglobin-konzentration) und wird vor allen bei Patienten mit Nierenerkrankungen (Dialysepatinten) verwendet. Der Grund für einen Missbrauch von rhEPO ist die Steigerung der Produktion von Erythrozyten. Die Ausdauerleistung eines Athleten wird in den meisten Fällen von seiner Sauerstofftransportkapazität, d.h. von der maximalen Menge an Sauerstoff, welcher mit dem Blut und gebunden an den Erythrozyten zu den arbeitenden Muskeln transportiert wird. Mit einer steigenden Anzahl von roten Blutzellen erhöht sich die potentielle aerobe Leistungsfähigkeit der Muskeln. Untersuchungen zeigen, dass sich durch die Anwendung von rhEPO die Ausdauerleistung trainierter Athleten verbessert kann.  Die Nebeneffekte eines Dopings mit rhEPO bestehen vor allen in Veränderungen der Blutviskosität durch die gestiegene Anzahl an Zellen. Verbunden mit dem Flüssigkeitsverlust, welcher insbesondere bei Ausdauerbelastung auftritt, kann es zu einer dramatischen Erhöhung der Viskosität führen, so dass die Belastung des Herzmuskels steigt und sich die Gefahr eines Schlaganfalls erhöht.

Erythropoietin, eine mögliche StrukturErythropoietin, eine mögliche Struktur






 

Dopingkontrolle für rhEPO und verwandte Substanzen

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt erfolgt der direkte Nachweis von rhEPO und verwandten Substanzen (z.B. NESP) nach Isolierung der Proteine aus dem Urin mittels isoelektrischer Fokussierung.